Der Hugenotten- und Waldenserpfad e.V. hat sich 2018 gemeinsam mit den Kommunen an der Wegroute durch das Rhein-Main-Gebiet an dem Kooperationsvorhaben "Orte der Meinungsfreiheit" der KulturRegion Frankfurt RheinMain beteiligt. Unter dem Motto „Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes“ vermitteltet diese Kooperation die historischen Wurzeln von und die Ereignisse zu Freiheit und Demokratie und verbindet diese mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen.

Die historischen Zusammenhänge des Exils der Glaubensflüchtlinge Hugenotten und Waldenser und ihre Integration in den Städten des Rhein-Main-Gebiets fügen sich nahtlos in diese Thematik ein - Grund für den Verein Hugenotten- und Waldenserpfad e.V. , sich hier aktiv mit eigenen Veranstaltungen zu engagieren. Das Motto der Veranstaltungsreihe lautete „Der Zeitgeist im 17. und 18. Jahrhundert - Wirtschaftliche und gesellschaftliche Aufbrüche, Entdeckungen und Ideen in den Hugenotten- und Waldenserstädten des Rhein-Main Gebiets“.

Anhand von Ereignissen des 17. und 18. Jahrhunderts wurde im Laufe des zu Ende gehenden Jahres lokal und regional im Rhein-Main-Gebiet dargestellt, wie die historischen Exilanten den Geist der Aufklärung, die Meinungs- und Glaubensfreiheit, Ideeninnovation, Toleranz, Forschungsdrang, Wirtschafts- und Kulturstreben einbrachten und forcierten und so Bürgersinn, soziales Engagement und demokratische Ansätze nachhaltig bestärkten.

Dies geschah mit einer Reihe von Partner-Organisationen und –Instituten auf regionaler Ebene (die Kulturregion Frankfurt RheinMain/ FAK Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes (GdF), Wegekultur (WK) und GartenRheinMain mit dem Programm „Europa im Garten“) und unseren lokalen Mitgliedern und Partnern.

Mit diesen Partnern wurde ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm erarbeitet und mithilfe der finanziellen Unterstützung aus den Geldern der Citoyen-Stiftung/Frankfurt und der Kathinka-Platzhoff-Stiftung /Hanau zur Umsetzung gebracht. Dafür ist der Verein zu großem Dank verpflichtet.

Ganz unterschiedliche Themen wurden darin aufgegriffen: neben der Glaubens- und Meinungsfreiheit ging es auch um die Anstöße und Wandlungen im Wirtschafts- und Alltagsleben, um das Schicksal der Exilanten und ihre Integrationsbestrebungen wie auch um die Fragen der damit verbundenen Toleranzanforderungen in Geschichte und Gegenwart.

Zum zweiten erwies sich das gewählte Format der Veranstaltungen als ebenso vielseitig: neben den klassischen Vorträgen gab es lokale und ganz praktische Entdeckungs- und Erlebnis-Führungen und –Angebote zu dem breiten Themenspektrum. So konnten ganz unterschiedliche Personenkreise angesprochen werden und es ist gelungen, Verständnis für raumzeitliche Entwicklungen in der Region Rhein-Main zu stärken und auch in die Diskussion über gegenwärtige Aufgabenstellungen, insbesondere die Zuwanderung einfließen zu lassen.

Umgesetzt wurden die Veranstaltungen fast durchgängig von lokalen Akteuren der Kommunen und Vereine und fanden so eine enge Verankerung in der örtlichen Bevölkerung. Auch hierfür sagen wir ein herzliches Dankeschön. Den lokalen Akteuren wurde eine Plattform für ihre lokalspezifischen Besonderheiten im Zusammenhang mit dem Rahmenthema „Meinungsfreiheit‘“ gegeben. Die Beteiligung war gerade dort besonders groß, wo es um diese Lokalspezifika ging.

  • Graf_6c_Golla
  • Walldorf_Freitags-Anzeiger_vom_6.Sept.2018

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