Der Landkreis Kassel

Wappen des Landkreises KasselMitten in Deutschland, im Herzen Europas und in Hessen ganz oben liegt der Landkreis Kassel. In den 29 kreisangehörigen Städten und Gemeinden leben rund 240.000 Menschen. In seiner heutigen Form entstand der Landkreis Kassel durch die Gebietsreform im Jahr 1972, als die früheren Kreise Wolfhagen, Hofgeismar und Kassel zusammengefasst wurden.

Bekannt ist der Kreis als Hessens grüne Nordspitze; fast 40 Prozent der Kreisfläche sind Wald. Reinhardswald, Habichtswald und Kaufunger Wald bestimmen zusammen mit den Flüssen Weser, Diemel und Fulda das Bild einer typischen Mittelgebirgskulturlandschaft. Die Städte und Gemeinden blicken auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurück, die sich nicht zuletzt in ihren sorgfältig erhaltenen Fachwerkkernen zeigt. Rund um Kassel, dem wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt der Region Nordhessen, hat sich der Kreis zu einem leistungsfähigen Wirtschaftsstandort entwickelt, dessen Säulen das Volkswagenwerk in Baunatal, die Logistikbranche rund um die Autobahnen A 44/A 49 und A 7 und Zukunftsindustrien im Bereich der Solartechnik sind.

Freizeit im Landkreis Kassel

Im Einklang mit der Natur: Kultur und Geschichte

Für alle, die die Seele einfach nur baumeln lassen möchten, zeigt sich der Landkreis Kassel als „grüne" Schatzkiste. Naturliebhaber schätzen nämlich die lieblichen Flusstäler und Auen, das satte Grün der Wälder und die oftmals ein wenig versteckt gelegenen Seen. Vor allem aber wissen die Ausflügler: Immer wieder gibt es auf den zahlreichen Wanderwegen Neues zu entdecken. Denn im Landkreis Kassel weiß man, mit den Vorzügen einer noch weitgehend intakten Natur richtig umzugehen. Das Erfolgsmodell heißt „Eco Pfad" – und führt Interessierte nicht nur durch Reinhards- und Habichtswald, sondern regt an, sich mit der Geschichte der Landschaft zu beschäftigen, Zeugen der Vergangenheit mit anderen Augen zu sehen und sie für die Zukunft zu bewahren. Und das kommt an: Die Wanderer bleiben vor den Info-Tafeln stehen und staunen, wie viel Unbekanntes vor der eigenen Haustür zu entdecken ist.

Wandern wird in Nordhessen zur Meditation: Wer will kann tagelang unterwegs sein, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Besonders beim Erwandern der so genannten „Wildbahn"- einem insgesamt 210 Kilometer in Richtung Süden führenden Weg, der in Bad Karlshafen beginnt - zeigt sich der Reiz des Wanderwegs. Sie verläuft auf großen Strecken fernab von Ortschaften, mitten durch die reizvollen riesigen Wälder Nordhessens.

Doch genug der Einsamkeit? Dann wählt die Wandergemeinde vielleicht einfach eine Route durch eines der vielen pittoresken mittelalterlichen Fachwerkstädtchen, in denen neben sehenswerten Bauten oft auch Reste trutziger Stadtmauern und Burgen zu bestaunen sind. Unterwegs sind es immer wieder Relikte der wechselhaften Geschichte des Landkreises Kassel, die zum Verweilen einladen: Vorgeschichtliche Wallanlagen, Kultplätze und Hügelgräber, Burgruinen und Zeugnisse des ehemaligen Bergbaus versetzen in andere Zeiten.

Wer dagegen als passionierter Radfahrer die Herausforderung sucht, ist in unserer Mittelgebirgsregion ebenfalls genau richtig. Sie bietet alles, was das Radlerherz begehrt, denn im Landkreis verbinden sich zahlreiche regionale Radwege mit den Hessischen Radfernwegen zu einem dichten, abwechslungsreichen Wegenetz.

Besonders empfehlenswert sind die Radwege entlang den Flussläufen von Fulda, Weser und Diemel. Von der Quelle bis zur Mündung bieten sich nach jeder Biegung neue Ausblicke in die herrliche Landschaft. An der einen oder anderen Steigung mag die Wade ein wenig schmerzen, aber dafür entschädigt der Blick von der Bergspitze. Es lohnt sich zu rasten und in eben jene märchenhafte Landschaft zu blicken, die von den Brüdern Grimm als Kulisse für ihre Geschichten genutzt wurde. Am Wegesrand laden zum Einkehrschwung ansprechende Unterkünfte und Einkehrmöglichkeiten für jeden Geldbeutel ein. Sehenswürdigkeiten und Kultur-Highlights, die als Ausflugsziel oder Zwischenstopp immer lohnen. Im Naturpark Habichtswald im Wolfhager Land rund um den Dörnberg lassen sich Alpen-Erfahrungen machen und der neu gegründete Naturpark Reinhardswald vereint Reinhardswald und Diemeltal.

"Hessens grüne Nordspitze" bietet ihren Gästen nicht nur "Natur", sondern auch über das ganze Jahr verteilt eine Fülle kultureller Veranstaltungen. Der Bogen spannt sich von Konzerten in Burgen, Schlössern und Kirchen, von Theateraufführungen und Kunstausstellungen bis hin zu den traditionsreichen Volksfesten in unseren Städten und Gemeinden.

Unvergesslich sind die Veranstaltungen im Park von Schloss Wilhelmsthal bei Calden, im Wasserschloss Wülmersen bei Trendelburg oder in der Stiftskirche und im Stiftshof Kaufungen. Begehrtes Ausflugziel sind auch die klassischen Stücke auf der stimmungsvollen Waldbühne Niederelsungen - um nur einige Beispiele aus dem umfangreichen Kulturkalender der Landkreiskommunen zu nennen.

Auch Sänger- und Schützenfeste sowie "Viehmärkte" und andere Heimatfeste bringen Einheimische und Touristen auf höchst fröhliche Weise zusammen.
Wolfhagen, MarktplatzWer sich in seiner Freizeit intensiver mit der Geschichte auseinandersetzen möchte, kann dies problemlos an ehemaligen Wirkungsstätten tun, denn die Region pflegt ihr historisches und kulturelles Erbe mit Sorgfalt. In den Stadt- und Regionalmuseen - beispielsweise in Hofgeismar, Kaufungen und Wolfhagen – ist die Zeitreise in die Vergangenheit möglich. Stets zu finden ist als Thema auch das einfache Leben der Bauern, Handwerker und Bergleute. Im Deutschen Hugenotten-Museum in Bad Karlshafen wird die Geschichte der "Refugies" und ihre Ansiedlung in Hessen nachgezeichnet.

Wer wachen Auges durch die Touristikregion Kassel-Land streift, wird an fast allen Wegen sehenswerte Zeugnisse der Geschichte und Kultur entdecken. Die diemelsächsischen Bürgerhäuser in Hofgeismar und im vieltürmigen Grebenstein, in Wolfhagens Schützeberger Straße und das einst mainzische Naumburg sind nur einige der steinernen Zeitzeugen.

Von den mittelalterlichen Kriegen und Fehden erzählen die Trendelburg und Sababurg und an die zwanzig Ruinen, deren größte die Weidelsburg im Wolfhager Land ist.

Neugierig geworden? Egal, ob Sie in der Natur oder auf den Spuren der Geschichte wandeln wollen – wir sind Ihnen gerne behilflich. Auch bei der Suche nach der richtigen Wanderroute, kuscheligen Herbergen und zünftigen Restaurants mit deftiger nordhessischer Küche. Nehmen Sie Kontakt auf.

Mehr über die Konzeption und Zielsetzung der Eco Pfade erfahren Sie unter:
http://www.eco-pfade.de

Hilfreiche Tipps und Wanderrouten finden Sie unter:
http://www.wandern-nordhessen.de/
http://www.naturpark-habichtswald.de/

Mehr Angebote zum Urlaub im Landkreis Kassel bietet:
http://www.kassel-land.nordhessen.de

Ein Höhepunkt im Landkreis: der Tierpark Sababurg

Per Du mit Wolf, Luchs und Fischotter

Hier öffnet sich das Tor zur Tierwelt: Mit glänzenden Augen stehen die jüngsten Nordhessen vor Rehen, Urwildponys oder verkriechen sich scheu hinter Papas Hosenbein, wenn sich ein zotteliges Wisent nähert. Mitten im Reinhardswald, dem mit 200 Quadratkilometern größten geschlossenen Waldgebiet Hessens, liegt zu Füßen des „Dornröschenschlosses" Sababurg der Tierpark Sababurg. Er ist nicht nur bei gutem Wetter begehrtes Ausflugsziel von Familien.

FriedenseicheUnter 300 Jahre alten Eichen weiden die stattlichen Herden zotteliger Wisente und kräftiger Auerochsen. 650 Tiere aus 85 verschiedenen Arten kann der kleine so wie große Besucher naturnah erleben. Zu den größten Beständen in Deutschland zählen die Urwildpferde: Tarpan, Przewalski- und das Exmoorpony. In großzügigen Gehegen äsen hochgewachsene Hirsche und zierliches Damwild. Wölfe, Luchse und Fischotter sowie der Westkaukasische Steinbock fanden in artgerechten Anlagen ein neues Zuhause. Neuerdings werden Elche, Rentiere, Vielfraß und Erdmännchen im Park präsentiert. Seit 2006 ergänzt ein eigens errichteter Schulbauernhof mit alten und gefährdeten Haus- und Nutztierrassen das Angebot des Tierparks. Speziell Schulklassen, aber auch Kindergärten wird hier ein völlig neues Betätigungs- und Informationsspektrum geboten.

Die Geschichte des Parks reicht weit zurück: Der Tierpark wurde 1571 von Landgraf Wilhelm IV. dem Weisen für einheimische und fremdartige Tiere angelegt. Eine mächtige Dornenhecke, die ursprünglich den 530 Morgen großen Park umschloss, wurde 1589 bis 1591 durch eine 5300 Meter lange Mauer ersetzt. Das Gesamtensemble Tierpark mit Vorwerk steht heute unter Denkmalschutz. 1971 übernahm der damals noch selbständige Landkreis Hofgeismar den Tierpark und ließ die sicherlich älteste zoologische Einrichtung Europas wieder aufleben.

So genießen in jedem Jahr über 250.000 Besucher den einmalig schönen Blick vom Burgberg über den gesamten wildromantischen Park. Regelmäßig präsentieren hier Falkner die stolzen Greifvögel des Tierparks. Der beeindruckende majestätische Flug des Seeadlers, der pfeilschnelle Sturzflug des Falken und die eleganten Bewegungen des Bussards oder der Steppenadler ziehen alle in den Bann. Die im Tierpark Sababurg zur Welt gekommene Schnee-Eule und Uhu ergänzen das sehenswerte Flugprogramm.

In den letzten Jahren hat der Tierpark Jahr für Jahr neue Attraktionen zu bieten: Neben dem ökologischen Schulbauernhof mit alten Haustierrassen, der Kirchen- und Kulturscheune für Veranstaltungen sind ein neues Pinguingehege, eine neue Affen-Kletterwelt, eine begehbare Sittich-Welt, ein Waschbärgehege, ein Vielfraß-Gehege und eine Erdmännchen-Welt zum Angebot des Tierparks hinzugekommen. Ganz neu sind die vier Elche und die dazugehörige Elch-Lodge und das neu gestaltete Wolfgehege.

Für alle diejenigen, denen vor lauter Staunen die Spucke wegbleibt: Im Anschluss an den Rundgang lädt das rustikale Gasthaus „Zum Thiergarten" ein, im lauschigen Biergarten noch einmal das tierische Erlebnis Revue passieren zu lassen.

Öffnungszeiten:

Januar bis Februar 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
März 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr
April bis September 08:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Oktober 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr
November bis Dezember 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Einlass bis eine Stunde vor Ende der Öffnungszeit.

Von Anfang März bis Ende Oktober, täglich um 11:30 Uhr, 14:30 Uhr und 16:15 Uhr (außer montags) lassen ausgebildete Falkner im Rahmen einer Flugvorführung den großen Vögeln freien Flug.

Burgruine FrauenbergIm Juni 1687 erhielten einige „vertriebene Reformierte aus Frankreich" auf dem hoch gelegenen Basaltkegel Frauen-berg, „von wo man weit und breit um sich sehen kann", die Gelegenheit zu siedeln. In Marburg, damals wichtiger Sammel- und Durchgangsort für Glaubensflüchtlinge und Hort reformierter Theologie, hatte sich der dort bereits ansässige Professor Thomas Gautier für seine Landsleute eingesetzt. Er sorgte auch für die mit ihm verwandte Waldenserfamilie Brunet und die Familie Guigues aus dem piemontesischen Pragela-Tal, die nun unter harten Bedingungen die Wüstung Frauenberg rodeten und kultivierten. Die Siedler betrieben daneben auch Leineweberei und eröffneten an dem für die Marburger Bevölkerung bis heute so anziehenden Ausflugsort mit großartigem Panoramablick eine Schankwirtschaft. Im Restaurant „Zur Burgruine Frauenberg" berichtet noch heute der ausgehängte Stammbaum eindrucksvoll von vielen gastfreundlichen Familien Brunet, später Debelius.

Aus den Säulenbasaltformationen des Frauenbergs durf-ten die Siedler einst ihre Steine für den Hausbau brechen. Die Ostflanke des Berges lieferte Brenn- und Bauholz. Inzwischen steht das Gelände um die Burgruine mit Magerrasenflächen und seltenen Pflanzen unter Naturschutz. Ein Rundweg führt durch das Naturschutzgebiet zur Ruine.

Garten des WandelsUnterhalb der Siedlung Frauenberg, im Dorf Beltershausen, greift seit 2015 ein „Garten des Wandels" die Themen Exil, Migration, Ankunft und neue Heimat auf. Vier Erlebnisfelder repräsentieren Stationen des Erinnerns an die Lebensabschnitte „Jugend und Liebe", „Reife", „Irdische Vergänglichkeit" und „Dazwischen". Dieses grüne Weglabyrinth verkörpert ein erfahrbares Symbol für die Sinnsuche des Lebens im Wandel der Zeit.

Kontakt:

Otto und Hanne te Kamp 06424/5934
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Führungen:

Nach telefonischer Absprache

Informationen:

www.ebsdorfergrund.de/Geschichte/beltershausen-frauenberg

Regelmäßige Veranstaltung:

Backhausfest am letzten Samstag im August.

Hugenottensonntag in FrankenhainDen ersten Gründungsversuch einer „französischen Kolonie" mit protestantischen Glaubensflüchtlingen aus den Cevennen und dem Departement Gard hatte es schon 1699 in der Stadt Treysa gegeben. Doch hier gelang die Integration der Fremden noch nicht. Ihre neue Heimat fanden sie erst 1701 in einer eigenen Siedlung „Auf dem Frankenhain", wo Landgraf Karl eine Kolonie aus sechs Einzel- und sechs Doppelhäusern entlang der nördlichen Straßenseite für 18 Portionsländereien planen ließ.

Bis heute ist Frankenhain dieses „Straßendorf" geblieben, das von dem mit Buchsbaum umsäumten Blumen-Hugenottenkreuz im „Oberdorf" bis zur Fachwerkkirche im „Unterdorf" reicht. Informationstafeln erläutern die Geschichte mehrerer alter Gebäude aus der Gründerzeit der Kolonie, darunter auch die Häuser des Hutmachers und des Schneiders.

Es dauerte 54 Jahre, bis die Kolonisten am 24. August 1755 in einer eigenen Fachwerkkirche ihren Einweihungs-gottesdienst halten konnten - so lange mussten sie sonntags den beschwerlichen Fußweg zur Hospitalkapelle in Treysa auf sich nehmen. Mit seinem barocken sechseckigen Haubendachreiter über einem Walmdach hebt sich der kleine Saalbau auch heute noch von allen anderen Ge-bäuden ganz auffällig ab. Bis 1829 wurde in der Kirche in französischer Sprache gepredigt. Der aus einer huge-nottischen Familie stammende Gemeindepfarrer der Stadt Treysa, Franz von Roques, gründete dort 1864 mit großem sozialem Engagement das hessische Diakonissenhaus, aus dem später die Anstalten „Hephata" wurden. Frankenhain, heute Stadtteil von Schwalmstadt, ist an den Hugenotten- und Waldenserpfad mit einem 69 Kilometer langen Rund-weg angebunden. Er berührt den Burgwald und den Kellerwald mit vielen reizvollen Ausblicken in die Schwalm-Aue.

Kontakt:

Reinhart Darmstadt, Ortsvorsteher 06691/22821,
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Falko Gombert, 06691/21349

Führungen:

Nach telefonischer Absprache

Informationen:

www.frankenhain-hugenotten.de

Regelmäßige Veranstaltungen:

„Hugenotten - Sonntag" jeweils am letzten August-Sonntag mit Gottesdienst unter freiem Himmel, Teilnehmer in historischer Kleidung.

Einmal jährlich findet in der Sommerzeit eine Wanderung auf den Spuren der Hugenotten statt.

Wolfhagen – Historische Fachwerkstadt im Märchenland der Brüder Grimm

Hugenottendorf Leckringhausen

Natur genießen, Kultur erleben, Freizeit gestalten

Die Stadt Wolfhagen mit mehr als 14.000 Einwohnern in 12 Stadtteilen lädt Sie ein, viele historische, sehr gut restaurierte und gepflegte Fachwerkhäuser, Plätze und verwinkelte Gässchen im 775 Jahre alten Stadtkern zu entdecken. Märchenfreunde, Wanderer, Radwanderer und Naturfreunde kommen bei uns voll auf Ihre Kosten. Auch die Kultur wird bei uns mit großen und kleineren Veranstaltungen das ganze Jahr über gehegt und gepflegt.
Das Wolfhager Kulturzelt hat sich mittlerweile zu einem der größten überregionalen Kleinkunstfestivals entwickelt. Jedes Jahr pilgern ca. 10.000 Besucher in den Stadtpark Teichwiesen, um namhaften Künstlern zu lauschen.

Wolfhagen für Märchenfreunde

Kirche Alte Wache Brunnen smallMit seinem Stadtmärchen „Der Wolf und die sieben Geißlein", das figürlich und bildlich am „Märchenbrunnen" auf dem Marktplatz und in „Grimms Märchenkeller" im Alten Rathaus dargestellt wird, reiht sich Wolfhagen in die Riege der Städte ein, in denen Märchen, Sagen und Legenden zu Hause sind. Der Märchenbrunnen auf dem Marktplatz mit einem lebensgroßen Bronze-Wolf, dessen Bauch mit Steinen gefüllt ist und dem siebten Geißlein, welches auf dem Brunnenrand steht.. In „Grimms Märchenkeller" im Alten Rathaus mit reproduzierten Bildern von Ludwig Emil Grimm, einem großen aus Holz geschnitzten aufgeschlagenem Märchenbuch mit aufgedrucktem Stadtmärchen und einer Texttafel im Eingangsbereich finden Trauungen in märchenhaftem Ambiente statt. (Besichtigung nur nach vorheriger Absprache)

Das Bild der Altstadt wird vor allem durch historische Fachwerkhäuser, die gotische Stadtkirche St. Anna aus dem 13. Jh., die „Alte Wache" (heute Café) und das „Alte Rathaus" (heute Hotel und Restaurant) aus dem 17. Jh. geprägt. Durch seine ideale Lage bietet sich Wolfhagen als Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in die Region an.

Wolfhagen für Naturfreunde

WolfhagenDer Mensch wird naturbewusster. Er will gesünder leben. Wen wundert es daher, dass Wandern und Radwandern wieder „IN" ist! Die Landschaft um Wolfhagen bietet Spaziergängern, passionierten Wanderern und Radwanderern gleichermaßen ideale Möglichkeiten. Durch Bach- und Wiesentäler, durch ausgedehnte Nadel- und Laubwälder, zu Teichen und Seen, Burgen und Schlössern führen ausgesuchte Wander- und Radwanderrouten für Geübte und weniger Geübte. Ein Highlight ist der Qualitätswanderweg Habichtswaldsteig mit der Extratour H7, aber auch viele weitere Wander- und Radwanderwege laden Sie ein das Wolfhager Land zu erkunden. Zu allen Wander- und Radwanderwegen gibt es zusätzliches Info-Material und Karten in unserem Tourist-Info und auf unserer Homepage.

Wolfhagen für Urlauber und Ausflügler

MarktplatzDie gotische Hallenkirche St. Anna, das Regionalmuseum mit einer Dauerausstellung über Wolfhagens berühmtesten Bürger, dem Brasilienfahrer „Hans Staden", das Wasserschloss Elmarshausen mit seiner Trakehner Zucht, die Weidelsburg bei Ippinghausen und vieles mehr, warten auf ihre Entdeckung. Bei einer historischen Stadtführung lässt sich Wolfhagen am besten entdecken.

Bildergalerie:

  • Kirche_Alte-Wache_Brunnen
  • Martkplatz
  • Wolfhagen

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Kostenlose Stadtführungen jeden Samstag von April bis September um 11.00 Uhr, Treffpunkt Märchenbrunnen auf dem Marktplatz.
Gruppenführungen: nach Vereinbarung
Themenführungen:

  • Nachtwächterführung: Unterhaltsamer, abendlicher Rundgang durch die Altstadt.
  • Fachwerk- und Gemäuerführung für Kinder und Erwachsene
  • Mittelalterliche Reise durch die Wolfhager Küche
  • Erlebnisführung mit „Agnes von Bürgeln"
  • Busführungen

Wohnmobilstellplatz Freizeitanlage Bruchwiesen

Ruhige Lage in einem begrünten Gelände unterhalb der Altstadt. Ebener, geschotterter Untergrund im vorderen Bereich, daran anschließend eine naturbelassene Wiese.
35 Stellplätze, Aufenthalt 3 € pro Tag, Wasserversorgungsautomat Aqua Balance mit Chemietoilettenentsorgung, Entsorgungsschacht für Brauchwasser, münzgesteuerte Stromsäulen, Info-Stand, Grillhütte in der Nähe kann angemietet werden, Gasflaschen-tausch: Anschriften an der Info-Tafel. Nächste Einkaufsmöglichkeit ca. 200 m

Ihr Ansprechpartner in Wolfhagen – für Märchenfreunde, Urlauber, Ausflügler an der Deutschen Märchenstraße

Stadt- und Tourist-Info Wolfhagen
Burgstraße 33-35
34466 Wolfhagen
Telefon: +49 5692 - 602102 + 602103

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen unter www.wolfhagen.de

 

Hugenottendorf Leckringhausen

Leckringhausen war bis zur Refomation in Hessen 1526 ein Meierhof, der zum Kloster Arolsen, Außenstelle Höhnscheid, gehörte. Zuletzt kam er als Wüstung in den Besitz der Stadt Wolfhagen (Ersterwähnung 1262).

Kirche Leckringhausen1699 gründeten 14 Hugenottenfamilien, die bisher mit ihrem Pfarrer Pierre Borel in der Dauphine (Südfrankreich) seßhaft waren, das Hugenottendorf Leckringhausen. Leckringhausen wurde als Straßendorf angelegt. Die kleine Hugenottenkirche, ein Sandsteinbau mit einem Schieferturm und einer kleinen Bronzeglocke, die eine französische Inschrift trägt, wurde jedoch erst 1774 vollendet. Die Zugewanderten waren überwiegend Handwerker und z.T. mit neuen Berufen wie Hut- und Handschuhmacher oder Strumpfwirker und betrieben im Nebenerwerb die kleine Landwirtschaft.

Wenige Jahre nach ihrer Einwanderung bauten die Hugenotten das in Frankreich erlernte Strumpfwirkerhandwerk aus. Sie erstellten bis zu 25 Strumpfwirkerstühle, finanzierten eine Schafherde mit Hirten und verkauften die gewirkten Wollstrümpfe in Kötzen verpackt von Kassel bis Frankfurt a.M. an das Militär.

Leckringhausen besaß eine eigene Zunftlade, bot Arbeits- und Ausbildungsplätze, die von Bewohnern der Region und weiter entfernten Orten, sogar Ausland, angenommen wurden. Dies belegt ein von 1743 bis 1808 geführtes Strumpfwirkerbuch aus dem Ort. 1808 verbot Napoleon die Zünfte. Leckringhausen wurde wieder ein kleines Bauerndorf mit inzwischen 20 Häusern und 47 Einwohnern. Landwirtschaft wird nur noch im Nebenerwerb betrieben. In 7 Häusern wohnen noch Hugenottennachfahren.

Die französischen Glaubensflüchtlinge kamen auf Einladung des Landgrafen Carl I. von Hessen. Sie erhielten zu gleichen Teilen Hof-, Haus-, Garten- und Landparzellen, dazu Privilegien wie Steuererlaß bzw. später Ermäßigung und durften weiter neben Deutsch auch Französisch im Unterricht lehren sowie Gottesdienst auf französisch abhalten.

Die Wolfhager mußten beim Hofbau helfen, was zum Teil zu Unfrieden führte.

HugenottenstübchenDas 2004 eröffnete „Hugenottenstübchen" ist ein kleines aber feines Museum das die Geschichte der Hugenotten und des Dorfes zeigt.

Leckringhausen liegt auch am Europäischen Hugenotten- u. Waldenserpfad einem Kulturfernwanderweg der im September 2011 eingeweiht wurde.

 

Bildergalerie:

  • Hugenottenstuebchen_2-2006
  • Kirche-Leckringhausen_2006

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Aktuell: Flyer mit Terminen 2016 in der Region "Nördlicher Schwarzwald" (pdf, 3,3MB)

Über Calw

In Calw gründete der Waldensernachkomme Johann Immanuel Perrot aus Neuhengstett 1860 eine Turmuhrenfabrik, in der viele Bewohner des nahen Waldenserortes Neuhengstett Arbeit fanden. Der Dichter Hermann Hesse absolvierte in dieser bis heute bestehenden und weltweit liefernden Fabrik (damals in der Bahnhofstraße Nr. 20) in Jugendjahren ein Praktikum.

Auf einem Rundgang durch die Stadt und auf dem Weg zwischen Calw und Althengstett lassen sich weitere interessante Zeugnisse der Waldensergeschichte entdecken wie z. B. das Welsche Häusle. Auf ihren Wegen zwischen Wohnung und Arbeit in Calw nutzten die Welschen die Hütte als Schutz bei schlechtem Wetter und zur Rast.

Weitere Informationen:

Calw, die Hermann-Hesse- und Fachwerkstadt

Nach dem berühmtesten Sohn der Stadt nennt sich Calw heute mit Stolz „Die Hermann-Hesse-Stadt“. Hier angekommen beginnt fast übergangslos das Kleinstadt-Schwarzwalderlebnis beim Erkunden der schmalen Gassen und Staffeln mit ihren Fachwerkhäusern, Baudenkmalen und Museen.

Hirsau – Kloster- und Luftkurort

Im Calwer Stadtteil erwartet Sie das Kloster St. Peter und Paul - ein Kulturdenkmal von europäischer Bedeutung und das Kloster St. Aurelius. Die mittelalterliche Kunstgeschichte wird im Klostermuseum Hirsau greifbar und zeigt den Klosterort Hirsau als einstiges Zentrum der benediktinischen Reformen in Deutschland.

Sehenswert:

Historische Fachwerkinnenstadt, Kloster Hirsau, Burgruine Waldeck,

sieben Museen: Hermann-Hesse-, Gerberei-, Kloster- und Bauernhausmuseum, Museum der Stadt – Palais Vischer, Der Lange (ehem. Gefängnis), Eisenbahn-Stellwerk 1

Erlebnisreich:

Stadthistorischer Rundgang von Mai bis Oktober jeden Samstag um 14:30 Uhr ab Marktplatz

Klosterführung in Hirsau von Mai bis Oktober jeden Samstag um 14:30 und Sonntag um 11:00 Uhr ab Haupteingang Kloster und diverse Sonderführungen

weitere Themenführungen wie Hermann Hesse, Fachwerk, Frauenwege, Wasser u. v. m.

Termine für Gruppen jederzeit auf Anfrage

Freizeit-Tipps

Längster Radweg Baden-Württembergs, Nagoldtalradweg, Mountainbikewegenetz, über 240 km ausgeschilderte Wanderwege u. a. der bekannte Ost- und Gäurandweg, 12 Nordic Walking-Routen, Geocaching- und Segwaytouren, Hallen- und Freibad, Schwarz- und Rotwildgehege u. v. m.

Stadtinformation Calw

Sparkassenplatz 2, 75365 Calw

Telefon: 07051 167-399

Telefax: 07051 167-398

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.calw.de

 

Alle Informationen zu der Stadt Friedrichsdorf finden Sie unter: http://www.friedrichsdorf.de/

Hier können Sie sich den Flyer für den Streckenabschnitt von Bad Homburg nach Friedrichsdorf herunterladen. (pdf, ca. 11MB)