Wandern in Deutschland: Grundlageninformationen

Der Weg in Deutschland

Der Weg in Deutschland hat entlang der Haupttrasse eine Länge von ca. 1.200 km einschließlich der Streckenvarianten. Alle Wegabschnitte führen mit ganz wenigen  Ausnahmen auf öffentlichen Wegen, die in der Regel von den regionalen Wanderverbänden oder Kommunen betreut werden. Für die Ausnahmen liegen Vereinbarungen  zur Benutzung mit den Eigentümern vor.

In der freien Landschaft ist der Großteil des Weges nicht asphaltiert. Da der Kulturfernwanderweg jedoch zielgerichtet in die Siedlungen und zu den Stätten des Kulturerbes hin führt, ist in den Stadt- und Dorflagen oft über eine längere Strecke mit asphaltierten Wegabschnitten und einem urbanem Umfeld zu rechnen.

Die Gesamtzahl der Etappen liegt in Deutschland bei etwa 60.

Markierung und Beschilderung

Grundsätzlich hat man sich in Deutschland bei der Art der Wegauszeichnung nach den regionalen Gegebenheiten und den jeweiligen Methoden der Wanderverbände ausgerichtet. Die Markierungs- und Beschilderungstechnik weist daher entlang der Strecke erhebliche Unterschiede auf. Sie umfasst:

  • besondere Metallschilder mit Einbindung in das regionale Wanderwegesystem und Verwendung des Wegzeichens im Schwarzwald,
  • kleine rechteckige Schilder und Aufkleber mit dem Wegzeichne an Pfosten, Bäumen, Laternen etc.
  • Farbmarkierungen an Bäumen in der freien Landschaft
  • Kleine rechteckige Wegzeichenschilder und –Aufkleber mit dem Zusatz „Rundweg“ (entlang der Rundwege).

Generell sind die Wegstrecken alle durch das einheitliche Wegzeichen (blaue Scheibe und grüne Linie auf weißem Grund) gekennzeichnet.

Wegverlauf

Die Wegroute in Deutschland basiert auf folgenden Grundlagen und Voraussetzungen:

  1. Historische Grundlage sind die archivarisch belegten historischen Wanderbewegungen der Glaubensflüchtlinge. Diese haben in Süddeutschland von der Schweizer Grenze bis nach Calw eine wichtige Rolle für die Wegfestlegung gespielt.
  2. Die Lage der Hugenotten- und Waldenserkolonien bzw. –Ansiedlungen oder auch andere wichtige historische Bezugspunkte gaben in den Ankunftsgebieten eine wesentliche Leitlinie für den Wegverlauf zwischen der Stadt Calw und der Stadt Bad Karlshafen.
  3. Die gezielte Einbindung zertifizierter Qualitäts-Wanderwege entlang der Route und die Beachtung der für Deutschland erarbeiteten eigenen Kriterien der Wegqualität.
  4. Der Verlauf der Wegstrecke auf bereits bestehenden, ausgezeichneten Wegen, für die bereitseine Wegsicherungsverpflichtung besteht.
  5. Ein möglichst geradliniger Nord-Süd-Verlauf, der den Vorstellungen der Langstreckenwanderern entgegenkommt.

 

Neben dem Hauptweg werden zur Einbindung und Erschließung von weiteren Stätten des Kulturerbes in der Nähe des Hauptweges lokale und regionale Rundwege und Wegschleifen ausgewiesen. Diese Rundwege befinden sich insbesondere dort, wo ein dichtes Netz von Hugenotten- und Waldenserorten vorhanden ist.

Daneben gibt es zwei größere Varianten am Hauptweg: einmal über Pforzheim und einmal im Rhein-Main-Gebiet über Offenbach und Hanau durch den Spessart und die Wetterau.