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Groß gedacht! Groß gemacht? Landgraf Carl in Hessen und Europa

Landesausstellung im Fridericianum 16. März bis1. Juli 2018

Landgraf Carl von Hessen-Kassel (1654 – 1730) zählt zu den bedeutenden Fürsten der Barockzeit. Seine Finanz- und Wirtschaftspolitik, aber auch sein großes Interesse an Wissenschaft und Kunst beeinflussten die Geschicke seiner Landgrafschaft Hessen-Kassel entscheidend. Die Landesausstellung widmet sich erstmalig dieser beeindruckenden Herrscherfigur. Unter Carls Herrschaft entstand die grandiose Anlage des Bergparks Wilhelmshöhe mit ihren Wasserspielen, die seit 2013 zum UNESCO Welterbe gehört. Zusammen mit dem Park Karlsaue veranschaulicht dieses Großprojekt noch heute den Repräsentationswillen des absolutistischen Herrschers.

Seine Soldaten kämpften in allen wichtigen Kriegen seiner Zeit, und als Verbündeter war er hoch geschätzt. Seine zahlreichen
Kinder verheiratete er in ganz Europa, und einer seiner Söhne stieg sogar zum König von Schweden auf. Die Landgrafschaft öffnete er für geflüchtete Hugenotten, die wertvolles Fachwissen in sein Land brachten und seit Jahrzehnten verwüstete Landstriche wieder bevölkerten. Seine Liebe zur bildenden Kunst ebenso wie zur Wissenschaft fand Ausdruck im Kunsthaus, eine einzigartige Einrichtung, in der er seine Sammlungen für Besucher ebenso wie für die Forschung bereitstellte.

Der Übergang zwischen Visionen und Größenwahn war fließend, und viele seiner Ideen gingen weit über das Realisierbare hinaus.
Die Ausstellung widmet sich erstmals in umfassender Weise dem Leben, der Politik, den Plänen und den Spuren Landgraf Carls. Sie prägen bis heute die Stadt Kassel ebenso wie das Land Hessen und strahlen weit in alle Teile Europas hinaus.

Die Landesausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Volker Bouffier.

http://museum-kassel.de/de/ausstellungen/gross-gedacht-gross-gemacht-