Der Landkreis Kassel

Wappen des Landkreises KasselMitten in Deutschland, im Herzen Europas und in Hessen ganz oben liegt der Landkreis Kassel. In den 29 kreisangehörigen Städten und Gemeinden leben rund 240.000 Menschen. In seiner heutigen Form entstand der Landkreis Kassel durch die Gebietsreform im Jahr 1972, als die früheren Kreise Wolfhagen, Hofgeismar und Kassel zusammengefasst wurden.

Bekannt ist der Kreis als Hessens grüne Nordspitze; fast 40 Prozent der Kreisfläche sind Wald. Reinhardswald, Habichtswald und Kaufunger Wald bestimmen zusammen mit den Flüssen Weser, Diemel und Fulda das Bild einer typischen Mittelgebirgskulturlandschaft. Die Städte und Gemeinden blicken auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurück, die sich nicht zuletzt in ihren sorgfältig erhaltenen Fachwerkkernen zeigt. Rund um Kassel, dem wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt der Region Nordhessen, hat sich der Kreis zu einem leistungsfähigen Wirtschaftsstandort entwickelt, dessen Säulen das Volkswagenwerk in Baunatal, die Logistikbranche rund um die Autobahnen A 44/A 49 und A 7 und Zukunftsindustrien im Bereich der Solartechnik sind.

Freizeit im Landkreis Kassel

Im Einklang mit der Natur: Kultur und Geschichte

Für alle, die die Seele einfach nur baumeln lassen möchten, zeigt sich der Landkreis Kassel als „grüne" Schatzkiste. Naturliebhaber schätzen nämlich die lieblichen Flusstäler und Auen, das satte Grün der Wälder und die oftmals ein wenig versteckt gelegenen Seen. Vor allem aber wissen die Ausflügler: Immer wieder gibt es auf den zahlreichen Wanderwegen Neues zu entdecken. Denn im Landkreis Kassel weiß man, mit den Vorzügen einer noch weitgehend intakten Natur richtig umzugehen. Das Erfolgsmodell heißt „Eco Pfad" – und führt Interessierte nicht nur durch Reinhards- und Habichtswald, sondern regt an, sich mit der Geschichte der Landschaft zu beschäftigen, Zeugen der Vergangenheit mit anderen Augen zu sehen und sie für die Zukunft zu bewahren. Und das kommt an: Die Wanderer bleiben vor den Info-Tafeln stehen und staunen, wie viel Unbekanntes vor der eigenen Haustür zu entdecken ist.

Wandern wird in Nordhessen zur Meditation: Wer will kann tagelang unterwegs sein, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Besonders beim Erwandern der so genannten „Wildbahn"- einem insgesamt 210 Kilometer in Richtung Süden führenden Weg, der in Bad Karlshafen beginnt - zeigt sich der Reiz des Wanderwegs. Sie verläuft auf großen Strecken fernab von Ortschaften, mitten durch die reizvollen riesigen Wälder Nordhessens.

Doch genug der Einsamkeit? Dann wählt die Wandergemeinde vielleicht einfach eine Route durch eines der vielen pittoresken mittelalterlichen Fachwerkstädtchen, in denen neben sehenswerten Bauten oft auch Reste trutziger Stadtmauern und Burgen zu bestaunen sind. Unterwegs sind es immer wieder Relikte der wechselhaften Geschichte des Landkreises Kassel, die zum Verweilen einladen: Vorgeschichtliche Wallanlagen, Kultplätze und Hügelgräber, Burgruinen und Zeugnisse des ehemaligen Bergbaus versetzen in andere Zeiten.

Wer dagegen als passionierter Radfahrer die Herausforderung sucht, ist in unserer Mittelgebirgsregion ebenfalls genau richtig. Sie bietet alles, was das Radlerherz begehrt, denn im Landkreis verbinden sich zahlreiche regionale Radwege mit den Hessischen Radfernwegen zu einem dichten, abwechslungsreichen Wegenetz.

Besonders empfehlenswert sind die Radwege entlang den Flussläufen von Fulda, Weser und Diemel. Von der Quelle bis zur Mündung bieten sich nach jeder Biegung neue Ausblicke in die herrliche Landschaft. An der einen oder anderen Steigung mag die Wade ein wenig schmerzen, aber dafür entschädigt der Blick von der Bergspitze. Es lohnt sich zu rasten und in eben jene märchenhafte Landschaft zu blicken, die von den Brüdern Grimm als Kulisse für ihre Geschichten genutzt wurde. Am Wegesrand laden zum Einkehrschwung ansprechende Unterkünfte und Einkehrmöglichkeiten für jeden Geldbeutel ein. Sehenswürdigkeiten und Kultur-Highlights, die als Ausflugsziel oder Zwischenstopp immer lohnen. Im Naturpark Habichtswald im Wolfhager Land rund um den Dörnberg lassen sich Alpen-Erfahrungen machen und der neu gegründete Naturpark Reinhardswald vereint Reinhardswald und Diemeltal.

"Hessens grüne Nordspitze" bietet ihren Gästen nicht nur "Natur", sondern auch über das ganze Jahr verteilt eine Fülle kultureller Veranstaltungen. Der Bogen spannt sich von Konzerten in Burgen, Schlössern und Kirchen, von Theateraufführungen und Kunstausstellungen bis hin zu den traditionsreichen Volksfesten in unseren Städten und Gemeinden.

Unvergesslich sind die Veranstaltungen im Park von Schloss Wilhelmsthal bei Calden, im Wasserschloss Wülmersen bei Trendelburg oder in der Stiftskirche und im Stiftshof Kaufungen. Begehrtes Ausflugziel sind auch die klassischen Stücke auf der stimmungsvollen Waldbühne Niederelsungen - um nur einige Beispiele aus dem umfangreichen Kulturkalender der Landkreiskommunen zu nennen.

Auch Sänger- und Schützenfeste sowie "Viehmärkte" und andere Heimatfeste bringen Einheimische und Touristen auf höchst fröhliche Weise zusammen.
Wolfhagen, MarktplatzWer sich in seiner Freizeit intensiver mit der Geschichte auseinandersetzen möchte, kann dies problemlos an ehemaligen Wirkungsstätten tun, denn die Region pflegt ihr historisches und kulturelles Erbe mit Sorgfalt. In den Stadt- und Regionalmuseen - beispielsweise in Hofgeismar, Kaufungen und Wolfhagen – ist die Zeitreise in die Vergangenheit möglich. Stets zu finden ist als Thema auch das einfache Leben der Bauern, Handwerker und Bergleute. Im Deutschen Hugenotten-Museum in Bad Karlshafen wird die Geschichte der "Refugies" und ihre Ansiedlung in Hessen nachgezeichnet.

Wer wachen Auges durch die Touristikregion Kassel-Land streift, wird an fast allen Wegen sehenswerte Zeugnisse der Geschichte und Kultur entdecken. Die diemelsächsischen Bürgerhäuser in Hofgeismar und im vieltürmigen Grebenstein, in Wolfhagens Schützeberger Straße und das einst mainzische Naumburg sind nur einige der steinernen Zeitzeugen.

Von den mittelalterlichen Kriegen und Fehden erzählen die Trendelburg und Sababurg und an die zwanzig Ruinen, deren größte die Weidelsburg im Wolfhager Land ist.

Neugierig geworden? Egal, ob Sie in der Natur oder auf den Spuren der Geschichte wandeln wollen – wir sind Ihnen gerne behilflich. Auch bei der Suche nach der richtigen Wanderroute, kuscheligen Herbergen und zünftigen Restaurants mit deftiger nordhessischer Küche. Nehmen Sie Kontakt auf.

Mehr über die Konzeption und Zielsetzung der Eco Pfade erfahren Sie unter:
http://www.eco-pfade.de

Hilfreiche Tipps und Wanderrouten finden Sie unter:
http://www.wandern-nordhessen.de/
http://www.naturpark-habichtswald.de/

Mehr Angebote zum Urlaub im Landkreis Kassel bietet:
http://www.kassel-land.nordhessen.de

Ein Höhepunkt im Landkreis: der Tierpark Sababurg

Per Du mit Wolf, Luchs und Fischotter

Hier öffnet sich das Tor zur Tierwelt: Mit glänzenden Augen stehen die jüngsten Nordhessen vor Rehen, Urwildponys oder verkriechen sich scheu hinter Papas Hosenbein, wenn sich ein zotteliges Wisent nähert. Mitten im Reinhardswald, dem mit 200 Quadratkilometern größten geschlossenen Waldgebiet Hessens, liegt zu Füßen des „Dornröschenschlosses" Sababurg der Tierpark Sababurg. Er ist nicht nur bei gutem Wetter begehrtes Ausflugsziel von Familien.

FriedenseicheUnter 300 Jahre alten Eichen weiden die stattlichen Herden zotteliger Wisente und kräftiger Auerochsen. 650 Tiere aus 85 verschiedenen Arten kann der kleine so wie große Besucher naturnah erleben. Zu den größten Beständen in Deutschland zählen die Urwildpferde: Tarpan, Przewalski- und das Exmoorpony. In großzügigen Gehegen äsen hochgewachsene Hirsche und zierliches Damwild. Wölfe, Luchse und Fischotter sowie der Westkaukasische Steinbock fanden in artgerechten Anlagen ein neues Zuhause. Neuerdings werden Elche, Rentiere, Vielfraß und Erdmännchen im Park präsentiert. Seit 2006 ergänzt ein eigens errichteter Schulbauernhof mit alten und gefährdeten Haus- und Nutztierrassen das Angebot des Tierparks. Speziell Schulklassen, aber auch Kindergärten wird hier ein völlig neues Betätigungs- und Informationsspektrum geboten.

Die Geschichte des Parks reicht weit zurück: Der Tierpark wurde 1571 von Landgraf Wilhelm IV. dem Weisen für einheimische und fremdartige Tiere angelegt. Eine mächtige Dornenhecke, die ursprünglich den 530 Morgen großen Park umschloss, wurde 1589 bis 1591 durch eine 5300 Meter lange Mauer ersetzt. Das Gesamtensemble Tierpark mit Vorwerk steht heute unter Denkmalschutz. 1971 übernahm der damals noch selbständige Landkreis Hofgeismar den Tierpark und ließ die sicherlich älteste zoologische Einrichtung Europas wieder aufleben.

So genießen in jedem Jahr über 250.000 Besucher den einmalig schönen Blick vom Burgberg über den gesamten wildromantischen Park. Regelmäßig präsentieren hier Falkner die stolzen Greifvögel des Tierparks. Der beeindruckende majestätische Flug des Seeadlers, der pfeilschnelle Sturzflug des Falken und die eleganten Bewegungen des Bussards oder der Steppenadler ziehen alle in den Bann. Die im Tierpark Sababurg zur Welt gekommene Schnee-Eule und Uhu ergänzen das sehenswerte Flugprogramm.

In den letzten Jahren hat der Tierpark Jahr für Jahr neue Attraktionen zu bieten: Neben dem ökologischen Schulbauernhof mit alten Haustierrassen, der Kirchen- und Kulturscheune für Veranstaltungen sind ein neues Pinguingehege, eine neue Affen-Kletterwelt, eine begehbare Sittich-Welt, ein Waschbärgehege, ein Vielfraß-Gehege und eine Erdmännchen-Welt zum Angebot des Tierparks hinzugekommen. Ganz neu sind die vier Elche und die dazugehörige Elch-Lodge und das neu gestaltete Wolfgehege.

Für alle diejenigen, denen vor lauter Staunen die Spucke wegbleibt: Im Anschluss an den Rundgang lädt das rustikale Gasthaus „Zum Thiergarten" ein, im lauschigen Biergarten noch einmal das tierische Erlebnis Revue passieren zu lassen.

Öffnungszeiten:

Januar bis Februar 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
März 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr
April bis September 08:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Oktober 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr
November bis Dezember 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Einlass bis eine Stunde vor Ende der Öffnungszeit.

Von Anfang März bis Ende Oktober, täglich um 11:30 Uhr, 14:30 Uhr und 16:15 Uhr (außer montags) lassen ausgebildete Falkner im Rahmen einer Flugvorführung den großen Vögeln freien Flug.