Wolfhagen – Historische Fachwerkstadt im Märchenland der Brüder Grimm

Hugenottendorf Leckringhausen

Natur genießen, Kultur erleben, Freizeit gestalten

Die Stadt Wolfhagen mit mehr als 14.000 Einwohnern in 12 Stadtteilen lädt Sie ein, viele historische, sehr gut restaurierte und gepflegte Fachwerkhäuser, Plätze und verwinkelte Gässchen im 775 Jahre alten Stadtkern zu entdecken. Märchenfreunde, Wanderer, Radwanderer und Naturfreunde kommen bei uns voll auf Ihre Kosten. Auch die Kultur wird bei uns mit großen und kleineren Veranstaltungen das ganze Jahr über gehegt und gepflegt.
Das Wolfhager Kulturzelt hat sich mittlerweile zu einem der größten überregionalen Kleinkunstfestivals entwickelt. Jedes Jahr pilgern ca. 10.000 Besucher in den Stadtpark Teichwiesen, um namhaften Künstlern zu lauschen.

Wolfhagen für Märchenfreunde

Kirche, Alte Wache, BrunnenMit seinem Stadtmärchen „Der Wolf und die sieben Geißlein", das figürlich und bildlich am „Märchenbrunnen" auf dem Marktplatz und in „Grimms Märchenkeller" im Alten Rathaus dargestellt wird, reiht sich Wolfhagen in die Riege der Städte ein, in denen Märchen, Sagen und Legenden zu Hause sind. Der Märchenbrunnen auf dem Marktplatz mit einem lebensgroßen Bronze-Wolf, dessen Bauch mit Steinen gefüllt ist und dem siebten Geißlein, welches auf dem Brunnenrand steht.. In „Grimms Märchenkeller" im Alten Rathaus mit reproduzierten Bildern von Ludwig Emil Grimm, einem großen aus Holz geschnitzten aufgeschlagenem Märchenbuch mit aufgedrucktem Stadtmärchen und einer Texttafel im Eingangsbereich finden Trauungen in märchenhaftem Ambiente statt. (Besichtigung nur nach vorheriger Absprache)

Das Bild der Altstadt wird vor allem durch historische Fachwerkhäuser, die gotische Stadtkirche St. Anna aus dem 13. Jh., die „Alte Wache" (heute Café) und das „Alte Rathaus" (heute Hotel und Restaurant) aus dem 17. Jh. geprägt. Durch seine ideale Lage bietet sich Wolfhagen als Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in die Region an.

Wolfhagen für Naturfreunde

WolfhagenDer Mensch wird naturbewusster. Er will gesünder leben. Wen wundert es daher, dass Wandern und Radwandern wieder „IN" ist! Die Landschaft um Wolfhagen bietet Spaziergängern, passionierten Wanderern und Radwanderern gleichermaßen ideale Möglichkeiten. Durch Bach- und Wiesentäler, durch ausgedehnte Nadel- und Laubwälder, zu Teichen und Seen, Burgen und Schlössern führen ausgesuchte Wander- und Radwanderrouten für Geübte und weniger Geübte. Ein Highlight ist der Qualitätswanderweg Habichtswaldsteig mit der Extratour H7, aber auch viele weitere Wander- und Radwanderwege laden Sie ein das Wolfhager Land zu erkunden. Zu allen Wander- und Radwanderwegen gibt es zusätzliches Info-Material und Karten in unserem Tourist-Info und auf unserer Homepage.

Wolfhagen für Urlauber und Ausflügler

MarktplatzDie gotische Hallenkirche St. Anna, das Regionalmuseum mit einer Dauerausstellung über Wolfhagens berühmtesten Bürger, dem Brasilienfahrer „Hans Staden", das Wasserschloss Elmarshausen mit seiner Trakehner Zucht, die Weidelsburg bei Ippinghausen und vieles mehr, warten auf ihre Entdeckung. Bei einer historischen Stadtführung lässt sich Wolfhagen am besten entdecken.

Bildergalerie:

Wolfhagen
Kirche, Alte Wache, Brunnen
Marktplatz

Kostenlose Stadtführungen jeden Samstag von April bis September um 11.00 Uhr, Treffpunkt Märchenbrunnen auf dem Marktplatz.
Gruppenführungen: nach Vereinbarung
Themenführungen:

  • Nachtwächterführung: Unterhaltsamer, abendlicher Rundgang durch die Altstadt.
  • Fachwerk- und Gemäuerführung für Kinder und Erwachsene
  • Mittelalterliche Reise durch die Wolfhager Küche
  • Erlebnisführung mit „Agnes von Bürgeln"
  • Busführungen

Wohnmobilstellplatz Freizeitanlage Bruchwiesen

Ruhige Lage in einem begrünten Gelände unterhalb der Altstadt. Ebener, geschotterter Untergrund im vorderen Bereich, daran anschließend eine naturbelassene Wiese.
35 Stellplätze, Aufenthalt 3 € pro Tag, Wasserversorgungsautomat Aqua Balance mit Chemietoilettenentsorgung, Entsorgungsschacht für Brauchwasser, münzgesteuerte Stromsäulen, Info-Stand, Grillhütte in der Nähe kann angemietet werden, Gasflaschen-tausch: Anschriften an der Info-Tafel. Nächste Einkaufsmöglichkeit ca. 200 m

Ihr Ansprechpartner in Wolfhagen – für Märchenfreunde, Urlauber, Ausflügler an der Deutschen Märchenstraße

Stadt- und Tourist-Info Wolfhagen
Burgstraße 33-35
34466 Wolfhagen
Telefon: +49 5692 - 602102 + 602103

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen unter www.wolfhagen.de

 

Hugenottendorf Leckringhausen

Leckringhausen war bis zur Refomation in Hessen 1526 ein Meierhof, der zum Kloster Arolsen, Außenstelle Höhnscheid, gehörte. Zuletzt kam er als Wüstung in den Besitz der Stadt Wolfhagen (Ersterwähnung 1262).

Kirche Leckringhausen1699 gründeten 14 Hugenottenfamilien, die bisher mit ihrem Pfarrer Pierre Borel in der Dauphine (Südfrankreich) seßhaft waren, das Hugenottendorf Leckringhausen. Leckringhausen wurde als Straßendorf angelegt. Die kleine Hugenottenkirche, ein Sandsteinbau mit einem Schieferturm und einer kleinen Bronzeglocke, die eine französische Inschrift trägt, wurde jedoch erst 1774 vollendet. Die Zugewanderten waren überwiegend Handwerker und z.T. mit neuen Berufen wie Hut- und Handschuhmacher oder Strumpfwirker und betrieben im Nebenerwerb die kleine Landwirtschaft.

Wenige Jahre nach ihrer Einwanderung bauten die Hugenotten das in Frankreich erlernte Strumpfwirkerhandwerk aus. Sie erstellten bis zu 25 Strumpfwirkerstühle, finanzierten eine Schafherde mit Hirten und verkauften die gewirkten Wollstrümpfe in Kötzen verpackt von Kassel bis Frankfurt a.M. an das Militär.

Leckringhausen besaß eine eigene Zunftlade, bot Arbeits- und Ausbildungsplätze, die von Bewohnern der Region und weiter entfernten Orten, sogar Ausland, angenommen wurden. Dies belegt ein von 1743 bis 1808 geführtes Strumpfwirkerbuch aus dem Ort. 1808 verbot Napoleon die Zünfte. Leckringhausen wurde wieder ein kleines Bauerndorf mit inzwischen 20 Häusern und 47 Einwohnern. Landwirtschaft wird nur noch im Nebenerwerb betrieben. In 7 Häusern wohnen noch Hugenottennachfahren.

Die französischen Glaubensflüchtlinge kamen auf Einladung des Landgrafen Carl I. von Hessen. Sie erhielten zu gleichen Teilen Hof-, Haus-, Garten- und Landparzellen, dazu Privilegien wie Steuererlaß bzw. später Ermäßigung und durften weiter neben Deutsch auch Französisch im Unterricht lehren sowie Gottesdienst auf französisch abhalten.

Die Wolfhager mußten beim Hofbau helfen, was zum Teil zu Unfrieden führte.

HugenottenstübchenDas 2004 eröffnete „Hugenottenstübchen" ist ein kleines aber feines Museum das die Geschichte der Hugenotten und des Dorfes zeigt.

Leckringhausen liegt auch am Europäischen Hugenotten- u. Waldenserpfad einem Kulturfernwanderweg der im September 2011 eingeweiht wurde.

 

Bildergalerie:

Hugenottenstübchen
Kirche Leckringhausen