Wetter-Todenhausen

Die Gründung der Hugenottenkolonie Todenhausen erfolgte im Jahre 1720, die Siedlung Deutsch- Todenhausen wurde erstmals 1349 genannt. Die 40 hugenottischen und waldensischen Familien wurden hier nördlich der Mühle Todenhausens auf dem Gebiet der Riedwiesen, Wüstungen und Trieschwiesen angesiedelt.

Unterhalb des Sonnabendkopfes begannen sie mit der Errichtung der ersten Hütten, von dort aus folge die Rodung der ihnen zugewiesenen Ländereien und die systematische Anlage der Kolonie entlang der heutigen Bundesstrasse B 252. Am Sonnabendskopf befindet sich ein Gedenkstein, der 1920 zur 200- Jahrfeier der Kolonie errichtet wurde.

Zunächst entwickelten sich die klar getrennten Siedlungsgebiete „Deutsch- Todenhausen“ und „Französisch- Todenhausen“, erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts rückten die beiden Ortsteile zusammen, 1880 wurde der erste gemeinsame Bürgermeister gewählt und somit die Gemeinde Todenhausen gegründet. Seit 1971 ist sie Stadtteil der Stadt Wetter.

Da ihnen die freie Religionsausübung von der Regierung gestattet war, erreichteten die hugenottischen Kolonisten 1744/45 ihren eigenen Kirchenbau, den „temple“, ein Kirchenbuch wurde bereits seit 1701 geführt.

Bis heute haben der Ortskern und einzelne Gehöfte ihr ursprüngliches Aussehen weitgehend bewahrt. Die Kirche aus Naturstein (erbaut 1744 bis 1755) ist dem Vorbild des „Temple“ in Metz nachempfunden. An die Geschichte erinnert auch der Gedenkstein auf dem Friedhof mit den Namen der Gründerfamilien. Im Hugenotten- und Waldenserarchiv Todenhausen in der ehemaligen Schule informiert eine Sammlung von Exponaten, Schriftstücken und Büchern über die Herkunft und Lebensweise der Flüchtlinge.

Ausserdem ist die evangelisch- reformierte Kirchengemeinde Münchhausen, zu der die Hugenotten- und Waldenserkolonie Todenhausen seit 1979 gehört, im Besitz einer französischen Bibel aus dem Jahr 1692 und einer Histoire des Martyrs.

Im ehemaligen Schulraum Todenhausens befindet sich das Hugenotten und Waldenserarchiv, welches alte Fotos und Schriftstücke enthält. Anläßlich der 250-Jahrfeier erschien das Buch Waldenserkolonie Todenhausen 1720-1970 von Karl Schäfer. Im Rahmen des 275jährigen Bestehens erschien die Festschrift Colonie Todenhausen, in der Hans Uffe Boerma das Buch von Schäfer ergänzt

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Hugenotten und Waldenserarchiv Todenhausen

Informationen

www.wetter-todenhausen.com

Kontakt

Hugenotten- und Waldneserarchiv Todenhausen:

Herr H.W. Müller, Tel.: 06423/ 7317
Herr Funk, Tel. 06423/ 964764 (Ortsvorsteher)

Führungen nach Kontakt mit Herrn H.W. Müller oder Herrn Funk (s.u.) möglich.

Ansprechpartner Stadt Wetter:

Stadtverwaltung Wetter (Hessen)
- Öffentlichkeitsarbeit-
Heinrich Reh
Marktplatz 1
35083 Wetter (Hessen)
Tel.: (06423) 8235

 

Versorgungsinfrastruktur

Gute Versorgungsmöglichkeiten, Sport- und Wandergeschäfte sowie vielseitige Freizeiteinrichtungen in der nahegelegenen Stadt Wetter (2km)

 

Kartenmaterial

erhältlich bei: Bücherklause Ruhl, Römerplatz 5, 35083 Wetter (Hessen), Tel.: (06423) 1880

 

Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr

Todenhausen ist an das Busnetz des Rhein- Main – Verkehrsverbundes angeschlossen.

Nächster Bahnhof in Simtshausen (1km) und Wetter (2km).

www.rmv.de

 

Gastronomie (z.T. Mit regionaltypischem Angebot)

Zahlreiche Restaurants und Gasthöfe in Wetter (2km)

Weitere Informationen im Gastronomieverzeichnis für die Stadt Wetter und Umgebung oder unter www.burgwald-touristservice.de

 

Übernachtungsmöglichkeiten in Wetter und Umgebung

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Regelmäßige Veranstaltung:

Alle zwei bis drei Jahre Hugenotten- und Waldensermarkt.